Mein Mac OS X Setup: Web und Kommunikation
Eingetragen am 22.07.2010 um 12:26:36 von redbrickGegen Mitte des Jahres 2003, kurz nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei der Telekom bzw. der T-Systems CSM GmbH, kurz vor meinem Studium, habe ich mir mein erstes Notebook in Form eines 14 Zoll iBooks zugelegt. Der Entscheidungsgrund für den Architekturwechsel war für mich das BSD-Subsystem und die angenehme grafische Oberfläche von Apple's Betriebssystem. Seither habe ich Linux und FreeBSD von meinem PC verbannt und er läuft unter Windows XP nur noch als Spielekiste. Sämtliche Windows-Programme konnte ich über die Zeit mit ebenbürtigen oder besseren Alternativen auf Mac OS X ersetzen. Die von mir am häufigsten verwendeten Programme, auf die ich nicht mehr verzichten möchte, werde ich in drei kurzen Artikeln zu den drei Themengebieten "Web und Kommunikation", "Web Development" und "Helferlein" vorstellen.
Webbrowser
Als Browser verwende ich Safari. Einen guten Grund dafür kann ich nicht wirklich nennen. Zwischenzeitlich habe ich auf Google Chrome umgestellt. Aber seit der Version 5 bin ich wieder zum Safari gewechselt. Da ich MobileMe verwende, macht Safari wegen der Synchronisation der Bookmarks einfach mehr Sinn. Die wichtigste (kostenpflichtige) Erweiterung für mich ist seit jeher Saft, die bei mir hauptsächlich dazu dient, meine Browser-Sessions zu verwalten. Das funktioniert auch wunderbar - sogar bei einem plötzlichen Absturz oder einem forcierten Beenden von Safari.
Eine kurze Liste mit den interessantesten Features von Saft (die komplette Featureliste gibt es auf der Produktwebseite):
- Werbe- und Bannerblocker einfachen URL-Mustererkennung
- Statt neue Fenster zu öffnen, in einem neuen Tab öffnen
- Automatisches Ausblenden des Downloadfensters nach einer einzustellenden Zeit
- Automatisches Speichern und Wiederherstellen Der Fenster und Tabs beim Beenden und Starten
- Annimationen unterdrücken
- HTML-Reloads unterdrücken
- Bilder und Browserplugins unterdrücken
- Skripten verbieten, Fenster in den Vordergrund zu bringen
Auch beim Thema E-Mail halte ich an dem Client fest, den Mac OS X mitbringt: Apple Mail. Eine unverzichtbare Erweiterung ist für mich GPGMail, um E-Mails verschlüsseln und signieren zu können. Infos zu GPGMail unter Snow Leopard gibt es bei kaipi.de. Hauptgrund für die Nutzung von Apple Mail sind für mich die Apple typische Usability und das Look and Feel.
News
Für meine tägliche Dosis News und Informationen verwende ich zum einen RSS-Feeds und zum anderen den Microblogging-Dienst Twitter. Für beide Informationsquellen gibt es eine gewaltige Anzahl an Applikationen für den Desktop. Mit Socialite dachte ich zunächst ein gutes Programm gefunden zu haben, dass sowohl Twitter als auch RSS bzw. Google Reader beherrscht, doch war das ein Fehlkauf, weil mir diese Applikation einfach zu bullig und langsam ist. Hier kommen meine Alternativen:
RSS
In Sachen Newsreader habe ich viel herumexperimentiert. Einen akzeptablen RSS-Reader, der auch mit Google Reader synchronisiert, konnte ich nicht finden. Etnweder waren sie zu umständlich zu bedienen oder einfach zu langsam. Als eigenständiger Client hat mir Gruml noch am besten gefallen. Die beste Usability bietet mir aber das Webinterface von Google Reader in Kombination mit der Browser-Erweiterung "Better Google Reader", die sowohl als Safari Version wie auch als Google Chrome Version verfügbar ist.
Wenn ich nicht gerade unterwegs meine Timelines mit "Twitter for iPhone" lese, dann lese ich sie in Nambu. Dieser Client hat einfach das beste Mac OS X Look and Feel und bietet mir alle Features, die ich benötige.
Eine kurze Liste mit den interessantesten Features von Nambu:
- Mehrer Twitter-Accounts verwaltbar
- Bilder im Tweet werden als Thumbnail angezeigt. Per Klick wird das Bild wie in Quicklook in Originalgröße dargestellt
- Kurz-URLs können automatisch in die Ursprungsadresse umgewandelt werden
- Unterstützung für diverse URL-Verkürzer und Bilderdienste
- Zusammenhängede Tweets (Reply oder Direct-Messages) werden als Konversation dargestellt
- Unterstützung von Listen
- Ansicht der gesamten Listen als einzelner Stream
- Unterstützung von gespeicherten Suchen
- Re-Tweets in allen varianten
- Und noch vieles mehr, dass es sich anzuschauen lohnt!
Instant Messaging
Für den spontanen Nachrichtenaustausch mit Freunden, Bekannten und Familie verwende ich Adium, den Multiprotokoll Instant Messanger für Mac OS X. Ich glaube nicht, dass es eine echte Alternative gibt.
Im beruflichen Umfeld kommt bei mir mehr Skype zum Einsatz.
Blogging
Obwohl ich mir mit dem Administrationsbackend meiner Webseite sehr viel Mühe gegeben habe, damit das Verfassen neuer Post so einfach wie möglich abläuft, bin ich mittlerweile dazu übergegangen, eine separate Applikation zum Schreiben und Veröffentlichen neuer Blogartikel zu verwenden. Zur Auswahl habe ich hier MarsEdit und ecto. So ganz entschieden habe ich mich zwischen diesen beiden Multiprotokoll Blog Clients noch nicht, aber ich tendiere derzeit mehr zu MarsEdit.
Wenn jemand wichtige Apps, Erweiterungen oder Plugins vermisst und für erwähnenswert hält, der kann diese gerne in den Kommentaren kurz vorstellen. Für Hinweise zu Programmen, die mir das digitale Leben etwas leichter und komfortabler machen, bin ich immer sehr dankbar!
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The Future of the Web: HTML5
Eingetragen am 13.07.2010 um 11:29:14 von redbrickFeedback
Warum hypt Apple die Videotelefonie mit FaceTime so sehr?
Eingetragen am 12.07.2010 um 22:53:34 von redbrickSchon in der Keynote war deutlich zu spüren, dass FaceTime das Zugpferd für das iPhone 4 sein wird. Als ich die Vergleiche mit Star Trek und anderen Ski-Fi Streifen hörte und dabei die pure Begeisterung in Steve Jobs' Augen sah, konnte ich dies nicht so wirklich nachvollziehen und tat es mit einem Schmunzeln ab: "Merkwürdiges Marketing für ein Feature, dass es schon einige Jahre gibt." Insbesondere die Beschränkung auf WLAN stieß mir übel auf. Über WLAN ist Videotelefonie kein Kunstwerk und hat nur einen einschränkten Nutzen. Wo hat man denn schon WLAN zur Verfügung, wenn nicht gerade zu Hause oder bei Mc Donald's sitzt? Der eigentlich Clou wäre doch die Möglichkeit, FaceTime immer und überall nutzen zu können, egal über welchen Funkstandard man gerade verbunden ist. EDGE fällt da wegen dem geringen Datendurchsatz schon aus technischen Gründen weg. Über 3G/UMTS/HSDPA ist rein technisch die Videotelefonie möglich und auch interessant. Doch leider machen hier die Mobilfunkbetreiber derzeit noch einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, da man, je nach Vertrag, nur ein gewisses Kontingent an Transfervolumen inklusive hat, bis Down- und Upstream gedrosselt werden und FaceTime auch über 3G keinen Spaß mehr machen dürfte.
Mit dem ersten Werbespot für das iPhone 4 drückt Apple mit den rührenden FaceTime-Szenarien mächtig auf die Tränendrüse. Heute machten 4 weitere Spots im Internet die Runde, die ebenfalls ausschließlich auf FaceTime-Momente setzen. Alle Welt stürzt sich auf das grandiose Display und erwähnt FaceTime mehr nachrangig in den Testberichten. Und das ist in meinen Augen auch nachvollziehbar. Denn immerhin kann mein altes Sony Ericsson K850i schon Videotelefonie über UMTS.
Ist das eiskalt berechnetes Marketing?
Da Apple sich ja offenkundig von Sex distanziert, müssen sie andere Themen für die Vermarktung heranziehen. Und da scheint das junge Liebesglück mit dem Ungeborenen, die traute Familie mit dem Kleinkind, die harmonische Familie mit den Großeltern oder einfach augenscheinliche Alltagssituationen noch am besten bei der breiten Masse anzukommen. Emotionen sprechen die Massen an. Was ist denn eigentlich mit dem unvergessliche Urlaub und den süßen Haustieren?
Wie hätte Apple das tolle neue Display großartig vermarkten sollen? Diese kleinen technischen Details sprechen nur die Geeks und Nerds an. Und die kaufen sich das Gerät doch so wie so.
Ein weiterer gravierender Kritikpunkt an FaceTime ist die Einschränkung, dass es ausschließlich von iPhone 4 zu iPhone 4 funktioniert. Ich werde in der näheren Zukunft vermutlich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nur ganz wenige Personen haben, mit denen ich FaceTime verwenden könnte und noch weniger, mit denen ich es auch halbwegs regelmäßig nutzen möchte. Natürlich werden sich dank des offenen Standards bald einige weitere Geräte dazugesellen, die FaceTime sprechen und auch die neuen iPods werden für FaceTime aufgerüstet werden. Doch bezweifle ich, dass es sich wirklich so durchsetzen wird, wie Apple es momentan präsentiert.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit diesem "neuen" Gimmick weitergeht. Gegen eine weite Verbreitung hätte ich jedenfalls nichts einzuwenden, sofern ich in naher Zukunft FaceTime so benutzen kann, wie derzeit die einfache Telefonie.
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Das Weblog PHP Gangsta feiert ersten Geburtstag
Eingetragen am 12.07.2010 um 13:06:40 von redbrickNach dem 500. Artikel auf PhpHatesMe.com gibt es nun in einem weiteren deutschsprachigen PHP-Weblog etwas zu feiern: "Der Blog feiert 1. Geburtstag! Mit großer Verlosung!"
Auf das Weblog von Michael Kliewe bin ich erst durch das Lesen
des Weblogs von Nils Langner gekommen.
Während es beim Nils
mehr um generelle Themen und Prinzipien geht, ist Michael in der Regel etwas
mehr praxisorientiert und biete gerne konkretere Lösungsansätze bei der
Entwicklung mit PHP.
Glückwunsch, Michael! Ich hoffe, es geht noch lange so weiter. Danke für die deine Artikel.
Weiterführende Links zum Thema
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Meine eigene kleine
Eingetragen am 04.07.2010 um 14:37:45 von redbrickAuch ich bin als bekennender Apple Fanboy mehr oder weniger dem iPhone 4-Wahn verfallen. Mein iPhone 3G kommt langsam aber sicher an seine Grenzen was Speicherkapazität angeht und viele Apps laufen einfach nicht mehr rund, weil die Hardware nicht genügend Power hat. Da kommt das neue iPhone für mich wie gerufen.
Zwar läuft mein aktueller Vertrag (Complete-M der ersten Generation) lange genug, um ohne Strafgebühr eine Vertragsverlängerung auf zwei Jahre machen zu können, jedoch möchte ich mich nicht weitere zwei Jahre an die Telekom binden. Gründe gibt es dafür sicherlich viele. Für mich persönlich ist die Zweijahresbindung an sich ein absolutes No-Go. In zwei Jahren kann sich einfach zu viel an den Tarifstrukturen ändern. Insbesondere in Hinblick auf die eventuell im November endende Exklusivbindung zwischen Telekom und Apple dürfte sich bei den Tarifen dann einiges ändern und ich möchte dann nicht noch 1 1/2 Jahre an einen ungünstigen Tarif gebunden sein. Zu guter letzt käme dann im kommenden Jahre ein Upgrade auf das neue iPhone dann nicht mehr in Frage.
Aber wenn nicht via Telekom, wo sollte ich mir das iPhone 4 sonst beschaffen?
Ich habe keine Bekannten oder Verwandten in Großbritannien und auch keine in Frankreich, wo das iPhone 4 ohne Vertragsbindung verkauft wird. Kurzzeitig kam mir der Freight Forwarder Borderlinx in den Sinn. Jedoch verwarf ich diese Beschaffungsmöglichkeit sofort wieder, da Borderlinx von Apple USA für die Bestellung eines iPads ausgeschlossen wurde. Warum sollte das in UK oder Frankreich für das iPhone anders sein?
Aber dann fand ich in meinem RSS-Reader zwei interessante Artikel. Und zwar einmal beim fscklog und einmal im Blog hombertho.de. In beiden Fällen wurde ein iPhone 4 in UK via Borderlinx bestellt und eins wurde bereits zugestellt. Also habe ich mir kurzerhand eine Borderlinx Adresse generieren lassen, die Kreditkarte meiner Eltern ausleihen lassen und ein schwarzes iPhone 4 32GB im Apple Store UK bestellt. Der Liefertermin ist auf den 20. Juli datiert.
So weit, so gut...
Damit ich beim Eintreffen meines iPhone 4 auch gleich loslegen kann, habe ich einige Tage nach der Bestellung mit meinem iPhone 3G bei der 2202 angerufen, um mir eine MultiSIM in Form einer MicroSIM zu bestellen. Die werte Dame von der Telekom Hotline erklärte mir dann, dass doch beim neuen iPhone bereits eine MicroSIM dabei ist. Nach ein wenig Herumgerede hat sie dann aber verstanden, dass ich es im Ausland bestellt habe und meinte, dass es kein Problem sei, eine MicroSIM zu ordern. Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass sie mir sagt, dass es nicht möglich ist, ohne eine Verlängerung eine passende SIM für das iPhone zu bekommen. Da war ich dann positiv überrascht, wie unkompliziert dass dann doch geht.
Die Telekom Mitarbeiterin teilte mir noch mit, dass meine aktuelle SIM durch die neue MicroSIM als Hauptkarte ersetzt wird und die zusätzliche "große" SIM die MultiSIM sein wird.
An dieser Stelle hätte ich eine kurze Denkpause einlegen sollen. Das habe ich aber leider nicht getan... Denn während mir die werte Frau noch die Vorteile einer Vertragsverlängerung auf weitere zwei Jahre erklärte und ich ihr sagte, dass ich den Vertrag lieber über die automatische Verlängerung um ein Jahr verlängern möchte, brach plötzlich die Verbindung ab.
Ich schaute auf mein iPhone und sah in der linken oberen Ecke des Displays: "KEIN NETZ". Als auch nach einem zweiten Reboot des Gerätes immer noch kein Netz zur Verfügung stand, wurde mir ganz langsam klar, dass die SIM schon gesperrt wurde.
Nun warte ich also auf die neuen Karten und hoffe, dass ich die beiden Karten getrennt von einander aktivieren kann und dies nicht ausschließlich über die Hauptkarte passieren muss. Denn mein iPhone wird erst am 20. Juli an Borderlinx geliefert und braucht dann noch den ein oder anderen Tag, um endlich bei mir anzukommen.
Ein wenig verstört beschwerte ich mich dann bei @Telekom_hilft. Nach einiger Zeit bekam ich dann eine Antwort, die mich nicht so ganz zufrieden stellte. Aber wie soll man sein Problem auch treffend in 140 Zeichen packen?

Einige Stunden darauf bekam ich dann eine Direct Message von @Telekom_hilft mit der Bitte, meine Kundendaten per E-Mail zu schicken, damit sie sich den Fall noch einmal genauer anschauen können.

Die E-Mail mit meinen Kundendaten und einer kurzen Zusammenfassung habe ich dann an die genannte Adresse geschickt. Ein Feedback dazu steht leider noch aus. Im Moment sieht es jedenfalls danach aus, als hätte ich von Freitag bis Montag (vermutlich sogar bis Dienstag) keine nutzbare SIM. Sobald ich neue Infos habe, werde ich diesen Artikel updaten.
UPDATE
Am heutigen Montag hat sich @Telekom_hilft per E-Mail und auch per Twitter bei mir gemeldet. In der E-Mail stand nichts neues:
"Ihre Karte ist unterwegs und wird heute, allerspätestens morgen bei Ihnen eintreffen."Über Twitter bekam ich dann nach einer Rückfrage meinerseits die Information, dass die Tage, an denen mir keine funktionsfähige SIM zur Verfügung stand, als Gutschrift in der nächsten Rechnung angerechnet werden.

Als ich heute nach Hause kam, lagen dann auch tatsächlich zwei Umschläge im Briefkasten: in dem einen meine neue MicroSIM und in dem anderen meine MultiSIM. Nach vorsichtigem Herausbrechen der SIM aus der Plastikkarte konnte ich die MultiSIM problemlos mit der zugehörigen PIN aktivieren. Somit kann ich endlich wieder unterwegs twittern und Carcassone spielen!
UPDATE 2: Order Shipped
Mein iPhone sollte eigentlich am 16.07. in den Versand gehen und spätestens am 20.07. bei Borderlinx ankommen. Heute habe ich eine Versandbestätigung mit der Info bekommen, dass meine Bestellung spätestens am 16.07. bei Borderlinx eintreffen soll.
UPDATE 3: Endlich angekommen
Nach 10 Tagen im Lager von Borderlinx und weiteren 1,5 Tagen Transportzeit, ist am 28.07. mein iPhone endlich bei mir angekommen.
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